Friedrich Eicke (1883-1975), Düsseldorfer Kunstakademie, Öl auf Holz „Im Münsterland“

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Beschreibung

Friedrich Eicke
(* 25. 5. 1883 Dortmund; † 1975 Detmold)
Düsseldorfer Kunstakademie
Öl auf Holz
„Im Münsterland“
(rechts unten signiert)
Bild: 43 x 67 cm
Rahmen (= kostenlose Beigabe): ca. 59 x 84 cm
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Friedrich Eicke (* 25. 5. 1883 Dortmund; † 1975 Detmold) studierte an der Düsseldorfer Kunstakademie bereits im Alter von 15 Jahren unter Arthur Kampf und Peter Janssen. 1902 verließ er als Meisterschüler von Eduard Gebhardt die Düsseldorfer Kunstakademie. Seit 1920 lebte und arbeitete er im lippischen Berlebeck nahe Detmold. Zentrale Themen seiner impressionistischen und expressiven Malerei waren Landschaftsdarstellungen, Porträts, Stillleben und Interieurs.

Das Gesicht der Künstlerklause (Schwalenberger Malerkolonie) wurde durch keinen Künstler stärker geprägt als Eicke. Bereits vor dem Betreten des Hauses wird man mit dem wohl augenfälligsten Symbol der Malerstadt Schwalenberg konfrontiert: der von Eicke bemalten Fassade der Künstlerklause. Im Innern des Hauses befanden sich die humorvollen Darstellungen Eickes buchstäblich an Türen und Wänden.

Sein Wirken in Schwalenberg beschränkt sich aber nicht auf die Künstlerklause, sondern er schuf auch Skulpturen, Brunnen, insbesondere den „Volkwin-Brunnen“ am Markt, sowie die großformatigen Bilder im Rathaussaal. Ob Eicke bereits an der Düsseldorfer Kunstakademie die Bekanntschaft seines späteren Freundes Ernst Rötteken machte, der kurz nach der Jahrhundertwende gleichfalls bei Janssen studierte, ist nicht überliefert. Zumindest trennte sich der Weg der beiden Maler bald wieder, als Eicke 1902 nach Berlin wechselte, um an der dortigen Kunstschule, die durch das Wirken Philipp Francks einen besonderen Ruf hatte, sein Zeichenlehrerexamen zu machen. Anschließend bildete Eicke selbst in Düsseldorf Zeichenlehrer aus, bis er im Jahre 1907 nach Goldap in Ostpreußen übersiedelte, wo er eine feste Stelle am Kant-Gymnasium erhielt. Ostpreußen wurde für Eicke eine zweite Heimat, dort lernte er seine Frau kennen, dort erhielt sein künstlerisches Schaffen wesentliche Impulse. Doch in der Folge des 1. Weltkriegs musste Eicke mit seiner Familie Goldap verlassen, gelangte schließlich 1920 nach Berlebeck und ließ sich dort dauerhaft nieder.

Von Berlebeck aus kam Eicke bereits 1920 zum ersten Mal in das nahegelegene Schwalenberg. Schnell schloss er Freundschaft mit Hermann Niederbracht I. und zählte fortan für mehr als ein halbes Jahrhundert zu den Stammgästen des Hauses. Im Sommer logierte er stets über viele Wochen in der Künstlerklause. Für den Juniorchef Hermann Niederbracht II. wurde Eicke ein väterlicher Freund.

In den fünfziger Jahren, als Eickes Freund und Bewunderer Hermann Niederbracht II. Klausenwirt geworden war und auch einige Jahre als Bürgermeister der Stadt Schwalenberg amtierte, entstand nicht nur der Großteil der Innenmalereien in der Künstlerklause, sondern Eicke konnte nun auch seine um 1930 entworfenen Bilder ländlichen Lebens für den Rathaussaal realisieren.

Eicke war ein ausgesprochen vielseitiger Künstler, er malte Landschaften, Portraits, Stilleben, betätigte sich auch als Bildhauer. Gerne kreierte er Gestalten, die in Mienenspiel und Körperhaltung eine gewisse Komik ausstrahlen, aber er konnte auch ernsthafte Portraits anfertigen.
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Die Objekte, die von der Medienhaus Aachen GmbH ausschließlich zu Gunsten des Vereins „Menschen helfen Menschen“ versteigert werden, müssen nach Auktionsende im Medienhaus Aachen, Dresdener Straße 3, 52068 Aachen, gegen Barzahlung abgeholt werden.

Abholtermin ist der Samstag nach Auktionsende, 7. Mai, zwischen 10.00 und 12.00 Uhr, Medienhaus Aachen, Dresdener Straße 3, 52068 Aachens

Kontakt: Kunstmarkt@medienhausaachen.de

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Auction started 21. April 2022 18:00