Gemeinschaftsarbeit (selten) Wolfgang Heuwinkel (* 1938) u. Nja Mahdaoui (* 1937 Tunesien)

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Auktionsende am: 4. Dezember 2022 23:03

Zeitzone: Europe/Berlin

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Kategorie:

Beschreibung

Gemeinschaftsarbeit (selten)
Wolfgang Heuwinkel (* 1938 Detmold, lebt in Bergisch Gladbach), Aquarell und Papierbearbeitung
Nja Mahdaoui (* 1937 Tunesien, lebt in Tunesien), arabische Kalligraphie
Multiple (1991)
Werk aus der gemeinsamen Serie beider Künstler
„Verbindende Zeichen“
(von beiden Künstlern signiert, datiert)
Blatt: 57 x 76,5 cm
Rahmen (= kostenlose Beigabe): 65 x 85 cm

Provenienz: Für „Menschen helfen Menschen“ aus seiner privaten Sammlung zur Verfügung gestellt von Prof. Dr. Wolfgang Becker (* 1936 in Hannover, lebt in Aachen), Gründungsdirektor und Leiter des städtischen Mu­seums „Neue Ga­le­rie – Sammlung Ludwig“ 1970 und des Ludwig Forums für internationale Kunst in Aa­chen 1990-2001.
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„Grazie und Feinheit von Spätkulturen und der Stolz auf erworbene Meisterschaft bestimmen die Gestaltung der Blätter „Verbindende Zeichen“. Nja Mahdaoui, der Araber aus La Marsa, und Wolfgang Heuwinkel, der Westfale aus Bergisch Gladbach, schöpfen souverän aus allen Kulturen dieser Welt und bringen die jeweils eigene in ihre Arbeit ein. Keiner mochte glauben, dass es ihnen gelingen würde, ihre Bildsprachen auf jeweils einem Blatt zu vereinen. Den Aquarellisten und den Kalligraphen verbindet die Liebe zur Struktur des Grundes. Heuwinkel fasziniert die Materialität, die Häufung von Fasern, die reiche Textur von Papier, Mahdaoui setzt seine präzisen, an Schrift erinnernden, nicht Schrift bedeutenden Zeichen auf rauflächige Pergamente und Tierhäute.“ (Prof. Dr. Wolfgang Becker, ehem. Direktor Ludwig Museum, Aachen (aus Katalog „Verbindende Zeichen“, UNESCO, 1993)

„Keiner der Künstler für die die Bezeichnung paper art erfunden wurde, hat sich so auf den Rohstoff des Papiers eingelassen wie Wolfgang Heuwinkel. So verdient diese Arbeit besondere Aufmerksamkeit.“ (Prof. Dr. Wolfgang Becker)
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Wolfgang Heuwinkel (* 1938 Detmold, lebt in Bergisch Gladbach) studierte freie und angewandte Grafik in Bielefeld sowie Kommunikation in Zürich. Er war Jahrzehnte lang in der Papierindustrie tätig. Heuwinkel ist bekannt geworden durch seine Aquarell-Malerei, für die er in Verbindung mit gerissenen Papieren neue Ausdrucksformen gefunden hat.

1980 Beschäftigung mit industriell gefertigten Papieren; 1984 Papierfaserstoff; ab 1990 Zusammenarbeit mit dem arabischen Kalligraphen Nja Mahdaoui. Ab 1993 Arbeiten mit Zellstoff als Relief und Skulptur; prozessuale Abläufe mit Wasser, Feuer, Öl, Farbpigmenten (ökologische Aspekte); Baumeinpflanzungen in Zellstoff-Blöcke führen zu den Prinzipien der Nachhaltigkeit; Pulp (= Zellstoff) in der Landschaft greift natürliche ökologische Zusammenhänge ästhetisch und gedanklich neu auf; Kapillar-Prozesse lassen Farbdurchdringungen/Farbtransfer entstehen

Wolfgang Heuwinkel ist Mitglied der „International Association of Hand Papermakers and Paper Artists“, IAPMA. Heuwinkel ist bekannt durch seine Aquarelle mit gerissenem Papier und seine Arbeiten mit dem Faserstoff „Pulp“-Zellstoff. Als Paper-Art-Künstler ist er in etablierten Sammlungen vertreten., u. a. Leopold-Hoesch-Museum (Papiermuseum Düren) und „Kunst aus Papier“ (im Kunstmuseum Villa Zanders). (Homepage: http://www.w-heuwinkel.de)
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Nja Mahdaoui (* 1937 in Tunesien) ist ein tunesischer Künstler, der für seine Werke der Kalligraphie als grafische Kunstform bekannt wurde. Er wurde oft als „Choreograph der Briefe“ bezeichnet.

Mahdaoui studierte zunächst Malerei und Kunstgeschichte am Carthage National Museum und später Malerei und Philosophie an der Santa Andrea Academy in Rom (1966 – 68). Danach zog er nach Paris, in die Cité internationale des arts, um dort Kurse an der École du Louvre zu besuchen. Mahdaoui kehrte 1977 nach Tunesien zurück wo er heute lebt und arbeitet.

Nja Mahdaoui begann seine Karriere als abstrakter Maler in den 1960er Jahren und experimentierte anschließend mit arabischer Kalligraphie. Er probierte verschiedene traditionelle und experimentelle Medien aus. 1972 schuf er seine ersten Gemälde auf Pergament, er bemalte Tierhäute und den menschlichen Körper. Heute gilt er als „Erfinder der abstrakten Kalligraphie“, da seine Entwürfe arabischen Buchstaben ähneln, aber keine wörtliche Bedeutung haben. Auf die Frage nach seinem Stil sagte Mahdaoui: „Ich verwende fragmentierte und verzerrte Buchstaben, um die Bewertung jedes Zeichens abzulehnen.“ Er begann, seine eigenen persönlichen „Kalligramme“ auf verschiedenen Medien wie Leinwand, Papyrus, Skulptur, Aluminium, Messing, Trommel, Textil, Stickerei, Tapisserie, Keramik, Holz, Schmuck, gebeiztem Stahlglas, Flugzeugen usw. zu verwenden.

Er stammt aus einer Generation arabischer Künstler, die im Ausland studiert haben, sich jedoch von ihren traditionellen Wurzeln inspirieren ließen. Mahdaoui konzentrierte sich auf die poetische Qualität arabischer Texte und erfand seinen eigenen grafischen Stil, in seinen kalligraphischen Werken. Die Kuratorin Rose Issa, beschrieb sein Werk mit den Worten: „Mahdaoui achtet darauf, nicht die Bedeutung von Wörtern zu betonen, jedoch die visuelle Wirkung ihrer Kompositionen“.

Im Jahr 2000 wurde er von Gulf Air ausgewählt, die Außendekoration seiner Flotte zu entwerfen. Er malte auch monumentale Buntglasfenster für öffentliche Gebäude in den Vereinigten Arabischen Emiraten. Mahdaoui folgte seiner Liebe zu Musik, Kostümen und Darbietungen, indem er verschiedene Medien verwendete, um seine „Kalligramme“ auf eine Vielzahl von Objekten wie große Jeansvorhänge, Musikerkostüme oder einem Bassdrum anzuwenden.

Mahdaoui hat an unzähligen Einzel- und Gruppenausstellungen teilgenommen, seine Arbeiten befinden sich in privaten und öffentlichen Sammlungen: Museum of Modern Art, Tunesien +++ Museum of Modern Art, Baghdad +++ British Museum, London +++ Smithsonian Museum, Washington, DC +++ Bibliothéque Nationale, Paris +++ Institut du Monde Arabe, Paris +++ National Museum of Scotland, Edinburg +++ Jordan National Gallery of Fine Arts, Amman +++ Institut des cultures arabes et méditerranéennes, Genf (wikipedia)
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Die Objekte, die von der Medienhaus Aachen GmbH ausschließlich zu Gunsten des Vereins „Menschen helfen Menschen“ versteigert werden, müssen nach Auktionsende im Medienhaus Aachen, Dresdener Straße 3, 52068 Aachen, gegen Barzahlung abgeholt werden.

Abholtermin ist der Samstag nach Auktionsende, 10. Dezember, zwischen 10.00 und 12.00 Uhr, Medienhaus Aachen, Dresdener Straße 3, 52068 Aachen (Einfahrt links neben dem Neubau bis zur Schranke, dort parken und bitte am dortigen Eingang melden)

Kontakt: Kunstmarkt@medienhausaachen.de

Alle Gebote:

Bieter Gebotszeit Gebot Auto
Lene 24. November 2022 22:34 160,00
Auction started 24. November 2022 20:37