Hermann Naumann (* 1930), Lithografie (1979) zu Baudelaire: „Die Blumen des Bösen“

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Beschreibung

Hermann Naumann
(* 14. 2. 1930 in Kötzschenbroda/heute Radebeul)
Lithografie (1979)
zu Baudelaire:
„Die Blumen des Bösen“
– Ganz und Gar –
(handsigniert, betitelt, datiert u. nummeriert 25/30, in der Platte mongrammiert u. datiert)
Bild: 27,5 x 37,5 cm
Rahmen (= kostenlose Beigabe): 50 x 60 cm

Anm.: Les Fleurs du Mal (traditioneller deutscher Titel: Die Blumen des Bösen) ist ein Gedichtband Charles Baudelaires von ca. 100 Gedichten, der von 1857 bis 1868 in drei Fassungen wachsenden Umfangs und unterschiedlicher Anordnung herausgegeben worden ist.
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Hermann Naumann (* 14. Februar 1930 in Kötzschenbroda, heute Radebeul) ist ein deutscher Grafiker und Bildhauer.

Naumann ging 1946 in die Lehre als Steinmetz bei einem Friedhofbildhauer und erhielt im gleichen Jahr eine Privat- ausbildung zum Plastiker bei Burkhart Ebe. Die erste Plastik Portrait „Mein Vater“ entstand zu dieser Zeit. Von 1947 bis 1949 folgte eine Bildhauerlehre bei Herbert Volwahsen, der ihn in sein Atelier in Loschwitz aufnahm. Im Jahr 1950 wurde Naumann im Alter von 20 Jahren als jüngster Schüler in den Verband Bildender Künstler Deutschlands aufgenommen. Ab 1950 war Naumann freischaffend in Dresden tätig. Als Künstler, der sich gegen die offizielle Kulturpolitik des Staates wandte, wurde er unter anderem von Werner Scheffel gefördert, der Werke Naumanns für die TH Dresden kaufte. Auch die Aufträge für Reliefgestaltungen am Studentenwohnheim Fritz-Löffler-Straße 16 und dem Studentenwohnheim Hoyerswerdaer Straße erhielt Naumann von der TH bzw. TU Dresden. Naumann lebte und arbeitete ab 1950 im Künstlerhaus Dresden-Loschwitz. Erst 1994 zog er nach Dittersbach in das „Künstlerhaus Hofmannsches Gut“, wo er seitdem lebt und arbeitet.

Von 1950 bis 1977 war Naumann mit der Bildhauerin Ursula Naumann, geb. Stöhr (1921 – 2009) verheiratet. Der Ehe entstammen vier Kinder. Im Jahr 1991 heiratete Naumann Helga Luzens, die seit 1971 Modell für viele seiner Zeichnungen und Plastiken gestanden hatte.

Naumann begann als Bildhauer zunächst mit naturalistischen Darstellungen. Es entstanden Werke wie das Portrait „Mein Vater“ (1946) oder die Portraitstatuette „Angela“ (1953). Unter dem Einfluss Karl Albikers und Richard Scheibes hin zu Ernst Barlach fand er schon während der Ausbildung bei Volwahsen zur abstrakten Darstellung auf der Basis geometrischer Figuren, die er in den folgenden Jahren autodidaktisch weiterentwickelte. Er arbeitet mit unterschiedlichen Materialien, so in Gips, gefärbtem Zement, Keramik, Sandstein und seit 1969 in Stahl. Zudem schuf er im Auftrag Sandsteinreliefs an Dresdner Gebäuden.

Naumann ist einer der wenigen Grafiker, die die aus der Renaissance stammende Technik des Punzenstichs beherrschen, mit der er sich seit 1950 beschäftigt. Zahlreiche seiner Werke wurden seit 1960 als Buchillustrationen, unter anderem vom Verlag Phillip Reclam Jr. in Leipzig, verwendet.

Werke Naumanns befinden sich heute im Besitz unter anderem des Solomon R. Guggenheim Museums in New York und der Galerie Neue Meister, des Kupferstichkabinetts und der Skulpturensammlung in Dresden.

Auszeichnungen: Grafik-Preis der CDU (3. Preis für Zyklen) für die Illustrationen zu Tewjes, der Milchhändler (1960) +++ Auszeichnung „Schönste Bücher der DDR“ für „Meine jüdischen Augen“ mit 14 Punzenstichen Hermann Naumanns (1969) +++ Auszeichnung „Schönste Bücher der DDR“ für Arthur Rimbaud: „Gedichte“ mit 8 Punzenstichen und 10 Radierungen Hermann Naumanns (1976). Reclam, Leipzig +++ Ehrendoktorwürde der Accademia Italia delle Arti e del Lavoro (1987). (wikipedia)
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sanimeistermeier 26. Mai 2024 21:00 101,00
SBu 26. Mai 2024 21:00 96,00 Auto
SBu 26. Mai 2024 18:01 90,00
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