Prof. Werner Eikel (1929 – 1998 Aachen): Kalligraphie (Kunstdruck), „Wir Toren”

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Beschreibung

Prof. Werner Eikel
(* 30. 5. 1929 Hagen; † 17. 6. 1998 Aachen)
Kalligraphie (Kunstdruck)
„Wir Toren”
Zitat von Rudolf Jud vom 25. Sept. 1981
(unten mit Bleistift handsigniert)

Eikel lehrte ab 1980 an der FH Aachen, Fachbereich Design

Das gerade heute brandaktuelle Zitat des 98-jährigen Schweizer Historikers Rudolf Jud aus dem Jahr 1981 hat Prof. Werner Eikel vor etwa 30 Jahren in der hier angebotenen Arbeit kalligraphisch verarbeitet: „Unserer Zeit ist der Sinn für die Spitze der Pyramide abhanden gekommen. So dringt der Regen ein, erschüttert den Bau bis ins Fundament. Was Jahrtausende hielt, zerfällt innerhalb weniger Generationen. Ameisen gleich flicken wir geschäftig an Schäden der Basis herum, ohne Hoffnung auf ein Ende, und wir zürnen dem Himmel, der uns seinen Segen verweigert – wie wir meinen, WIR TOREN.”
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Werner Eikel (* 1929 Hagen – † 1998 Aachen): Am 30. Mai 1929 wird Werner Eikel als drittes Kind des Lehrers Anton Eikel und seiner Ehefrau Martha, geb. Rüenbrink, in Hagen/Westfalen geboren. – Besuch der Volks- und Oberschule sowie Gymnasium in Paderborn während des Krieges. Erste Bekanntschaft mit früheren Handschriften und Inkunabeln, die die Liebe zur Schriftkunst weckten. – Eine Jugendausstellung der Stadt Hagen im Karl Ernst Osthaus Museum bot Werner Eikel die erste Gelegenheit, Arbeiten öffentlich zu zeigen. Die Stadt unterstützte seine Bewerbung an die Akademie der Bildenden Künste in Freiburg/Breisgau. Volontariat in einem graphischen Betrieb in Hagen, wo er die Sparten Fotographie, Chemiegraphie, Schriftsatz, Buch- und Offsetdruck sowie das graphische Atelier kennenlernte. Zusätzlich besuchte Werner Eikel noch die private Malschule Krüger in Hagen. Nach Vorlage von erstellten Arbeiten bei Prof. Dr. August Hoff wird Werner Eikel in die Kölner Werkschulen im Sommersemester 1949 aufgenommen. Schwerpunkte waren Grundlehre, Grafik-Design, Schrift, Satz und Druck, Freie Graphik und Fotografie. 1954 Ernennung zum Meisterschüler. 1955 Selbständiger Grafik-Designer in Köln mit eigenem Colorlabor.

Ein Auftrag, Pergamente hebräisch zu beschriften und die Anerkennung für die über Nacht erlernten fremden Schriftzeichen, gaben der Kalligraphie in seinem Schaffen erneut den Vorrang. Eikel wagte sich mit den ersten Schriftblättern an die Öffentlichkeit, bald mit Asstellungen im In- und Ausland, so auch bei Ernst Fuchs in Wien, dessen positives Urteil sein weiteres Vorhaben wesentlich bestärkt hat. Das Bestreben, eine dem Original ebenbürtige Wiedergabe zu erreichen, führte zur Gründung eines eigenen Offizins, das unter dem Namen „Dreikönigspresse zu Köln“ Schutzrechte erhielt. Die bibliophilen Werke, die seither unter diesem Namen herausgebracht wurden, sind neben großformatigen Mehrfarben-Einblattdrucken auch Broschüren, Chroniken und Bücher. Ab 1972 erteilte Eikel neben seiner freiberuflichen Tätigkeit Kunstunterricht an zwei Gymnasien in Leverkusen, den er mit sehr viel Freude ausübte. Diverse Ausstellungen, Vorträge und Kurse.

1980 Dozententätigkeit an der Fachhochschule Aachen. 1984 Berufung zum ordentlicher Professor an Fachhoch-schule Aachen. 1987 Gründung der Gesellschaft Ars Scribendi – Internationale Gesellschaft zur Förderung der Literatur- und Schriftkunst e.V. Am 17.6.1998 verstarb Werner Eikel in Aachen an den Folgen einer langjährigen Krankheit.
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