ALBERT FÜRST: RADIERUNG

Los 127 / Ausruf: 150 € / Auktionsende: So., 30. Mai, 21:24 Uhr

Albert Fürst
(* 20.4.1920 Homburg; † 12.1.2014 Düsseldorf)
Radierung, Aquatinta  (1970)
„Erinnerung an Annelie“
(Annelie war Fürsts erste Frau, die 1945 bei einem Bombenangriff starb)
(handsigniert, datiert u. nummeriert 23/50)
Motiv 35 x 51,5 cm; Rahmen (= kostenlose Beigabe) ca. 56 x 72 cm
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Albert Fürst (* 20. April 1920 in Homburg; † 12. Januar 2014 in Düsseldorf) war ein deutscher Künstler. Er gilt als ein früher Vertreter der bundesdeutschen Spielart der Informellen Kunst.

Nach dem Abitur studierte Albert Fürst in den Jahren 1939-1940 als KD-Mitglied an der Kunstakademie Düsseldorf klassische Malerei bei Franz Doll und Martin Paatz, wurde aber schon bald in die Wehrmacht einberufen. Zu dieser Zeit favorisierte er den Müllersohn Rembrandt, der für ihn beim geistlosen Militär die Funktion eines beschützenden Dämons einnahm. Albert Fürst wollte genauso gut malen können wie dieser, brachte aber an der Front in Mittel-Russland nur Federzeichnungen eines ganz anderen Stils zustande. Annelie Fürst, seine erste Frau, erkannte den dokumentarischen Wert dieser Kriegsrealismen und bewahrte sie für die Nachwelt auf. 1945 kam sie bei einem Bombenangriff ums Leben.

Albert Fürst schmorte zu dieser Zeit in amerikanischer Kriegsgefangenschaft. Erst 1946 konnte der junge Witwer sein Studium bei Wilhelm Schmurr und Heinrich Kamps fortsetzen. Ein Wechsel an die Werkkunstschule Köln brachte neue Eindrücke. In Paris ergänzte er für ein Jahr sein Bildungsprofil durch Philosophie und Romanistik und geriet dabei zum ersten Mal mit Bildern von Wols, dem Begründer des Tachismus, in Kontakt, um dann schockiert von dessen frühem Tod im Jahre 1951 ein Staatsexamen in Köln zu machen.

Ab 1953 arbeitete Albert Fürst als Kunsterzieher im Schuldienst, u. a. in den 1960er Jahren im Schloß-Gymnasium Benrath. In den Jahren 1956/57 stieg er zum Leiter der Gruppe 53 auf, was seinen künstlerischen Horizont enorm erweiterte und größere Ausstellungen in Düsseldorf, Aachen, Mannheim und Eindhoven bescherte. 1975 übernahm der Vielbeschäftigte die Leitung eines altertümlichen Düsseldorfer Kunstvereins namens Malkasten, und erreichte bereits zwei Jahre später die offizielle Öffnung des Vereins für Frauen. Doch erst ab 1982 kann er sich nach der Entlassung aus dem Lehrerkollegium voll und ganz seiner eigenen Kunst widmen. Fürst erhielt am 30. Januar 2001 das Bundesverdienstkreuz am Bande. Er lebte und arbeitete in Düsseldorf. (siehe Wikipedia)
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Die Objekte, die von der Medienhaus Aachen GmbH ausschließlich zu Gunsten des Vereins „Menschen helfen Menschen“ versteigert werden, müssen nach Auktionsende im Medienhaus Aachen, Dresdener Straße 3, 52068 Aachen, gegen Barzahlung abgeholt werden.

Nach Auktionsende erhält der Käufer per E-Mail genaue Informationen zum weiteren Procedere.

Kontakt: Kunstmarkt@medienhausaachen.de

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